Zeitenspringer erforschen Umsiedlung nach Blumenberg
07.10.2004: Kultusminister Olbertz traf Jugendprojekt im Bürgersaal des Rathauses
(Wanzleben) Der Kultusminister Sachsen-Anhalts Prof. Dr. Jan Hendrik Olbertz hat die Patenschaft für das Jugendprojekt "Diktatur des Wahns - von unfassbaren Zielen zur liebenswerten Heimat" im Rahmen der Bundesinitiative "wir ... hier und jetzt" übernommen. Am heutigen Donnerstag eröffnete der Minister im Bürgersaal des Rathauses Wanzleben die Ausstellung des Zeitensprünge-Projektes.
"Zeitenspringer" sind Jugendliche und Kinder, die sich mit der Geschichte in ihren Heimatregionen auseinandersetzen. Diese Projekte sind ein Teil der Bundesinitiative "wir ... hier und jetzt", bei der sich ungefähr 12.700 Jugendliche in mehr als 400 Projekten engagieren. Insgesamt will "wir ... hier und jetzt" ostdeutschen Jugendlichen Perspektiven und Möglichkeiten in ihrer Heimatregion aufzeigen und Mut machen zu mehr Eigeninitiative. Lokale Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft, staatlichen Einrichtungen, sozialen Trägern, Vereinen und Verbänden helfen bei der Umsetzung von "wir ... hier und jetzt".
Das Projekt "Diktatur des Wahns - von unfassbaren Zielen zur liebenswerten Heimat" widmet sich der Umsiedlung nach Blumenberg zur Zeit des Nationalsozialismus. 13 Schülerinnen und Schüler des Börde-Gymnasiums Wanzleben führten Interviews mit Zeitzeugen und recherchierten intensiv in Bibliotheken und Archiven. Nun ist eine Ausstellung mit Fotos, Berichten und Zitaten der Zeitzeugen entstanden, die im Rahmen einer Projektpräsentation von Kultusminister Olbertz eröffnet wurde.
Zunächst würdigte jedoch die Bürgermeisterin der Verwaltungsgemeinschaft Sarretal Silke Schindler die Arbeit und die Ergebnisse der Jugendlichen. Nach der folgenden Projektpräsentation durch Angelika Wolters hielt Kultusminister Olbertz seine Eröffnungsansprache und zeigte sich als Pate des Projektes sichtlich beeindruckt. "Was die Kinder und Jugendlichen hier auf die Beine gestellt haben, ist beachtlich und wichtig. Ich bin stolz auf dieses Projekt, und ich möchte, dass diese Ausstellung ihren Zweck erfüllt, nämlich dass wir mehr über Geschichte reden."
Weitere Informationen zur Bundesinitiative "wir … hier und jetzt" finden sie im Internet unter www.bmfsfj.de oder unter www.wir-hier-und-jetzt.de. Außerdem informiert eine Hotline zu "wir … hier und jetzt" unter der Nummer 0180-1 90 70 50 zu den einzelnen Projekten und vermittelt Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner.





