"wir ... hier und jetzt, für die Zukunft vernetzt, weil Handeln hilft, werden Berge versetzt..."
15.11.2004: Brandenburger Projekte kommen an: Präsentation in den Bahnhofspassagen Potsdam
(Text, Fotos: Jana Kellermann)
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Publikum in den Bahnhofspassagen |
Ein reges Kommen und Gehen, Menschenmenge und Gedränge, Reisende und Einkaufende - und mittendrin die Projektkids und Besucher der Brandenburger wir ... hier und jetzt-Länderpräsentation. Am vergangenen Sonntag stellten die geförderten Projektgruppen ihre Arbeiten an einer Stätte vor, die fast schon symptomatisch für die Ausgangsidee der Bundesinitiative war: "Ein Bahnhof ist ein Ort des Abfahrens, aber auch des Ankommens und Wiederkehrens. Deshalb sind wir heute hier", begrüßte Moderatorin Melanie Benke die Gäste der Präsentation.
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Andreas Pautzke |
Miteinander ins Gespräch kommen
45 Brandenburger Projekte aus den Förderbereichen Berufsfrühorientierung, Zeitensprünge, Was wir wollen, bekommen wir auch in, Lokales Handeln für Beschäftigung und Perspektive bekamen am Sonntag die Möglichkeit, ihre Ergebnisse nicht nur einem geladenen Fachpublikum, sondern - eingebettet in die dritten Potsdamer Wirtschaftstage - auch einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen. "Ich hoffe, dass Sie die Gelegenheit nutzen, um Ihre Ergebnisse und Dokumentationen zu zeigen und mit den Gästen ins Gespräch zu kommen", erklärte Andreas Pautzke, Geschäftsführer der Stiftung Demokratische Jugend. Die Themenvielfalt der Projekte lud jedenfalls zu einem anregenden Rundgang durch den Bahnhof ein.
Einsichten und Aussichten
Dieser Rundgang begann wohl für die meisten Besucher mit einem skeptischen Blick auf eine Aussichtsplattform, die von mehreren, seltsam gebogenen Röhren begrenzt wurde. Wer sich einige Schritte auf die unterschiedlich erhöhten Ebenen der Plattform wagte, konnte nicht nur die Präsentationsstände überblicken, sondern auch einen lohnenden Blick in das Innere der Röhren riskieren. In diesen so genannten Videowürmern fand den gesamten Tag über ein kleines Kino statt: Filme, Powerpointpräsentationen und Videos der Projekte wurden hier auf ungewöhnliche Art in einer Dauerschleife gezeigt.
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Wilhelm Teuber, Andreas Pautzke und Andrea Wicklein im Gespräch |
Noch interessanter als die Würmer waren jedoch die Gespräche mit den Jugendlichen aus den wir ... hier und jetzt - Projekten. Die Gäste der Präsentationsveranstaltung - darunter die Bundestagsabgeordneten Andrea Wicklein (SPD) und Cornelia Behm (Bündnis 90/Die Grünen), die Landtagsabgeordnete Barbara Hackenschmidt (SPD) sowie Wilhelm Teuber, Referatsleiter im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend - ließen sich an den Ständen interaktive Schauwände zur Berufsfrühorientierung, restaurierte Motorräder und "Brücken für die Zukunft" zeigen.
wir ... hier und jetzt - Hip Hopp
Währenddessen funktionierten die Jungs aus dem Skatepark Neuruppin den Bühnenbereich der Bahnhofspassagen um und begeisterten mit ihrer Skateshow das Publikum.
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Dirty East Crew |
Wir sind die Jugend, hier ist uns're Dimension
Jetzt ist der Zeitpunkt für uns und unsere Region
wir ... hier und jetzt
für die Zukunft vernetzt
Weil Handeln hilft,
werden Berge versetzt
Leb deinen Traum, mach was d'raus
Fixier dein Ziel und bau was auf...
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Zeitenspringer-Projekt |
Workshops und Werkstattgespräche
Wer im Trubel der Bahnhofspassagen ein wenig Ruhe und Entspannung suchte, fand sie in der 2. Etage im Chill-Out-Bereich. Das Catering wurde von der Potsdamer Schülerfirma fetz organisiert. Ruhiger, aber nicht minder interessant ging es auch bei den Workshops und Werkstattgesprächen zu, die zu der Frage "Gibt es genügend Angebote zur frühen Berufsorientierung" oder zum Thema "Chancen und Grenzen von Verantwortungsgemeinschaften für junge Menschen" Interessierte und Fachreferenten anzog.
Attraktivität von Heimat
Am späten Nachmittag fanden sich im Bühnenbereich Professor Ulf Matthiesen vom Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung (IRS Erkner), Klaus Dieter Hübner, Oberbürgermeister der Stadt Guben und Alexander Fischer vom Landesjugendring Brandenburg ein, um über die "Zukunft der Regionen zwischen Bevölkerungsentwicklung, Abwanderung und Fachkräftmangel" zu diskutieren.
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Talkrunde |
Im Zusammenhang mit der Abwanderungsproblematik brachte Prof. Matthiesen den Begriff der "Gummibandfunktion" in die Runde ein. Junge Menschen sollten seiner Meinung nach weggehen und sich qualifizieren. "Der Trick der Politik muss es dann sein, die Heimatstruktur so zu gestalten, dass die Jugendlichen zurück kommen." Bei der Schaffung von Attraktivität und Qualität müsse man besser auf die regionalen Potenziale achten, so Matthiesen.
Bundesinitiative als Gummiband?
Am Ende waren alle Anwesenden irgendwie angekommen - in der Problematik des Weggehens und Wiederkommens, zwischen anregenden Diskussionen und spannenden Präsentationen. Vielleicht ist wir ... hier und jetzt in Brandenburg das Gummiband, das den Jugendlichen gezeigt hat, dass das eigene Wirken Perspektiven für die Zukunft schafft.






